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Meine UW-Fotoausrüstungen - wie es begann und was daraus wurde...

Dieser Bericht ist mehr ein Tagebuch, als ein entgültiger Bericht über meine UW-Ausrüstungen. Wen es interessiert, der kann hier nachlesen wie sich meine Unterwasserausrüstung langsam entwickelt hat.

Meine ersten bescheidenen Erfahrungen mit dem Fotografieren unter Wasser habe ich mit meiner damaligen Olympus C2000Z und einem wasserdichten Beutel - einem sogenannten "Aquapack" gemacht. Der Beutel hat damals glaube ich so etwa 80 Euro gekostet, und die Ergebnisse waren mehr als Bescheiden, nämlich unbrauchbar. Beim Schnorcheln konnte man die Kamera zwar mit ins Wasser Aquapacknehmen, aber es war kaum möglich die Folie des Beutels glatt über das Objektiv zu bringen, so dass alle Bilder völlig verzerrt waren. Außerdem hat der Wasserdruck den Beutel schon bei wenigen Metern unterwasser schon so stark zusammengedrückt, dass das Objektiv wieder einfuhr, und sich die Kamera ausschaltete. Die Bilder von damals könnt ihr hier sehen. Die wenigen unscharfen Bilder, die ich mit nach Hause brauchte lösten aber meinen Wunsch aus unbedingt eine bessere Lösung zu finden.

Die nächste Kamera - es war das Jahr 2002- war dann die Olympus C4040Z für die ich eines der ersten Serienmäßig und relativ preiswert hergestellten Polykarbonat Gehäuse von Olympus kaufte. Das PT010.

Ein einfach konstruiertes Polycarbonat-Gehäuse mit nur einem O-Ring und einem einfachen Verschluss, der hauptsächlich durch den Wasserdruck seine Stabilität erlangte. Das Gehäuse sollte bis 30m Tauchtiefe dicht sein und bestand sogar meinen Test bis ca. 40 m. Die kritischen Momente waren das Abtauchen, und der Bereich der ersten paar Meter. Wenn bis dahin nichts abgesoffen war, dann war das PT010 auch bis 40 m dicht. Den einzigen Wassereinbruch hatte ich als ich mal mit dem Gehäuse in der Hand ins Wasser gesprungen bin! Das sollte man niemals machen! Nie! Nie! Nie! Zum Glück ist das Gehäuse nicht total geflutet, so dass ich durch schräghalten des Gehäuses die Kamera retten konnte.

Mit dieser "Ausrüstung" machte ich dann meine ersten scharfen Bilder, und mein Glücksgefühl war riesengroß als ich endlich ein paar brauchbare Unterwasserbilder mit nach Hause bringen konnte. Allerdings konnte ich nur mit dem eingebauten Blitz der Kamera arbeiten, und das Problem dass sämtliche Schwebeteilchen im Wasser genau in die Linse reflektiert wurden, machten es sehr schwer halbwegs brauchbare Bilder ohne "Schneegestöber" zu machen. Lediglich die Bilder ohne Blitz, die entsprechend Blau waren, oder die Bilder aus ganz kurzer Distanz bei sehr klarem Wasser taugten etwas. Mit dieser Ausrüstung war ich auf den Malediven, und habe meine ersten bescheidenen Ergebnisse mit der UW-Fotografie erziehlt. Die Ausbeute gelungener Bilder war aber noch immer sehr gering und genügten meinen Ansprüchen bald nicht mehr, da die Ansprüche natürlich auch stendig stiegen.

Ein externer Blitz mußte also her - obwohl mein Gehäuse PT010 keinen Blitzanschuss vorsah. So stieß ich im Internet auf den Digitaladapter von Matthias Heinrich. Dieses Gerät wurde außen am Gehäuse angebracht und durch den internen Blitz der Kamera zündete es den externen UW-Blitz, allerdings nur im Sklavenmodus. Die Steuerung der Helligkeit musste man durch die Entfernung zum Motiv und die Blendenzahl in der Kamera steuern. Damals waren das Zubehör wie Blitzarme, eine Schiene zum fixiren der Kamera und natürlich die Blitze selbst sehr teuer und für die vielen neuen digitalen Knipsen noch kaum erhältlich. Wie sehr freute ich mich als ich die Seite von Mikedive (Michael Finger) entdeckte, der damals noch nebenberuflich und im im Eigenbau mit geringer Stückzahl bezahlbares und brauchbares UW-Fotozubehör speziell für digitale Kames anbot.

Besonder für Olympus interessierte sich Mike Dive und so kamen wir bald ins Gespräch und auch ins Geschäft. Inzwischen hat sich MikeDive zurecht einen respektierten Namen in der digitalen Fotografenszene erworben, und betreibt dieses Geschäft mittlerweile erfolgreich und hauptberuflich.

PT010-YS60BlitzEinen Sea&Sea YS60/S Blitz konnte ich gebraucht erstehen, und jetzt endlich hatte ich eine kleine Ausrüstung die schon richtig nach was aussah. Damals war ich wirklich noch einer der Pioniere mit Digitalfoto unter Wasser. Ich erlangte mit diese kleinen Ausrüstung viel Interesse und Aufsehen bei den anderen Tauchern. Heute - 7 Jahre später- hat fast jeder Hobby-Taucher eine Digital-Knipse mit passendem Kunststoffgehäuse dabei, aber war das noch sehr neu und die Unterwasserfotografie war eigentlich den Profis mit ihren großen, teuren Gehäusen, die oft Spezialanfertigungen waren vorbehalten.

Die Zeit der Unterwasser-Digitalfotografie für jedermann war angebrochen - eine Freude für die Taucher und inzwischen leider oft ein Fluch für die Korallen! (Dazu an anderer Stelle mehr)

Meine Bilder vom Sinai und Mangrove Bay habe ich mit dieser Ausrüstung (Bild links) gemacht.

Meine Ausrüstungen habe ich Jahr für Jahr etwas erweitert.
Es gab mal wieder eine neue Kamera: Die Olympus C7070WZ mit dem PT027 Gehäuse, die endlich über einen richtigen Blitzanschluss verfügte, und versprach bis 40 m dicht zu sein (Was sie auch hielt). Auch ein zweiter Blitz musste sein, und wieder brachte MikeDive in Zusammenarbeit mit Matthias Heinrich einen echten digitalen TTL-Adapter der zwei Blitze gleichzeitig steuern konnte auf den Markt. Endlich konnte ich automatisch Blitzen, und die Blitze direkt am Blitzanschluss der Kamera anschließen. Dann kamen noch eine Weitwinkel-Vorsatzlinse (Inon UWL 100) und eine Makro-Linse, beide mit 67mm Gewinde dazu die ich Unterwasser auf das Gehäuse auf- oder abschrauben konnte dazu. Das brachte den Vorteil, dass ich sehr flexibel war, und je nach Motiv den WW oder den Makromodus nutzen konnte ohne den Tauchgang zu unterbrechen. Das ist nach wie vor ein echter Vorteil der digitalen Kompaktkameras mit Vorsatzlinsen zu den teuren, und hochwertigen Spiegelreflexkameras mit entsprechenden Spezialobjektiven direkt an der Kamera, die verschiedene Ports am Unterwassergehäuse verlangen.

Natürlich spielt Bildqualität der Kompaktkameras in einer wesentlich kleineren Liga, wobei ich nicht sagen will, dass man mit der kompakten Variante nicht auch richtig gute Bilder machen kann - (und mit der High-End-Spiegelreflexausrüstung für einige tausend Euros nicht auch schauerliche Bilder..)

Vergleich-UW-Ausrüst.Vor meiner Letzen Reise nach Indonesien ersteigerte ich für die 7070 dann ein Ikelite Gehäuse und stieg von den beiden kleinen Sea&Sea YS60/S Blitzen auf einen einzigen, größeren Ikelite DS160 um.

Der Ikelite Blitz hat nicht nur mehr Power, sonder bietet den Vorteil dass er ein Pilotlicht hat dass bei Nachttauchgängen unerlässlich ist und auch bei schwierigen Lichtverhältnissen das Fokussieren der Kamera sehr erleichtert.

Auch ist das Tauchen mit nur einem Blitz etwas komfortabler, aber es birgt auch einige Nachteile, wie z.B. härtere Schhatten und ein weniger gleichmäßiges Ausleuchten der Motive bei einem kleinerem Ausleuchtungswinkel. Es kam auch noch ein Domeport für den Weitwinkel (Inon UWL100) dazu, und das war letzte Stand der Dinge. Meine Bilder von Indonesien 2009 wurden mit dieser Ausrüstung gemacht, und hier könnt ihr die Ergebnisse sehen.

Auf dem Bild seht ihr links die neue Ikelite und rechts die ältere PT027 Ausrüstung. (Klickt auf das Bild für eine bessere Darstellung mit Legende)

Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich mit den beiden kleineren Sea&Sea Blitzen und dem PT027 Gehäuse nicht doch bessere Erbebnisse erziehlte als mit der jetzigen Ausrüstung. Ich fand die Bedienbarkeit der Kamera war mit dem PT027 Gehäuse noch etwas ergonomischer (sicher Gewohnheitssache) als beim Ikelite , aber das Ikelite ist natürlich viel stabiler und einfacher zu pflegen, und auf den passenden DS 160 Blitz möchte ich nicht mehr verzichten Vom PT 027 und den beiden kleinen Blitzen habe ich mich daher 2008 getrennt, und glaube dass sie momentan noch gute Dienste verrichten.

September 2009:

Mit dem Ikelite Gehäuse, dem Weitwinkel UWL 100 und passendem Domeport und dem Blitz DS 160 von Ikelite bin ich jetzt gut ausgerüstet. Meine C7070WZ macht immer noch tolle Bilder, und der Supermakromodus ist wirklich sehr hilfreich.

Ich hatte Diese Ausrüstung in Indonesien dabei, und nach einer gewissen Umstellungszeit, war ich sehr zufrieden damit. Das Pilotlicht des DS 160 ist nicht nur ein vollwertiger Lampenersatz für Nachttauchgänge, sondern auch eine gute Fokussierhilfe und hilft beim Ausrichten des Blitzes. Diese Vielseitigkeit ist eigentlich dass, was ich neben der guten Bildqualität der Olympus am aller meisten an dieser Ausrüstung schätze. Man hat immer die richtige Linse dabei. Egal ob Delfin, oder Pygmäenseepferdchen - allerdings ist die Auslöseverzögerung und der lansame Autofokus nicht mehr Zeitgemäss.

Im Mai 2010 war ich wieder in Indonesien, und habe mich zum ersten Mal mit einer Digitalen Spiegelreflexkamera ins Wasser gewagt. Dieses Abenteuer währte leider nur 3 Tage - dann ist mir meine Nicon D300 mistamt dem gemietetem Ikelitegehäuse und einem geliehenem teuren Tokina Fisheye Objektiv abgesoffen.Warum es zu diesem Unfall gekommen ist, habe ich in einem anderen Text zusammengeschrieben, aber noch nicht veröffentlicht. Ursache war zum Teil mein eigener Fehler, als auch die Tatsache, dass ich keine vernünftige deutschsprachige Anleitung vom Ausrüster bekommen hatte, und dadurch beim Zusammenbau Fehler gemacht hatte.

Das war mein einziger und gleichzeitig denkbar teuerster Wassereinbruch den ich bisher erleben musste.

Ike-G11Mai 2011:

Inzwischen habe ich mich entschieden die DLSR-Fotografie unter Wasser nicht fortzusetzen, sondern bei den Kompaktkameras zu bleiben. Ich habe jetzt eine Canon G11 mit passendem Ikelite Gehäuse, dem WD-4 Domeport, dem DS160 Blitz von Ikelite und auch den Makro-Adapter passend für die Inon UCL 156 Linse.

Als Blitzarm verwende ich 2 Arme mit jeweils 32cm Länge von ULCS - Ultralight. (auf dem Foto links ist die kürzere Version mit 2x 25cm Abgebildet, die mir aber zu kurz sind, und die ich nicht weiter verwendet habe.

Diese Ausrüstung habe ich inzwischen vom 18.5.-3.6.2011 ausgiebig auf meiner Reise nach Gangga Island - Indonesien getestet.

Hier möchte ich euch davon berichten, und auch die Ergebnisse zeigen. Eines vorneweg: Ich bin wirklich zufrieden, und die Ausbeute an Bildern ist ziemlich gigantisch. Ich bin mit über 5500 Bildern zurück gekommen, die jetzt natürlich noch gesichtet, sortiert und bearbeitet werden müssen.

Hier gehts zum ausführlichen Bericht zur Ganon G11 Unterwasser!